Sachsen-Anhalt will Städte und Gemeinden besser gegen Auswirkungen des Klimawandels schützen. „Wir müssen uns gegen extreme Wetterlagen wie wochenlange Hitze, Dürren, Starkregen und Hochwasser besser wappnen“, sagte Umweltminister Armin Willingmann (SPD) am Mittwoch bei der Übergabe von Förderbescheiden über rund 863.000 Euro an die Stadt Dessau-Roßlau. Das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Nach Angaben des Ministeriums stehen insgesamt 35 Millionen Euro Fördermittel im Landesprogramm Klima III zur Verfügung. Seit Sommer 2024 konnten daraus bereits 40 Vorhaben für insgesamt 21,8 Millionen Euro unterstützt werden.
Bäume als Klimaschützer
Dessaus Oberbürgermeister Robert Reck (parteilos) will 693.000 Euro nutzen, um Kinder beim Spielen an heißen Tagen zu schützen. Dafür würden fünf besonders Hitze belastete Spielplätze klimafreundlich gestaltet, indem Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Zudem sollen Schatten spendende Weidentipis, berankte Schattendächer oder kleine Holzhütten errichtet werden. So könnte die Aufenthaltsqualität für Kinder, Jugendliche und Familien deutlich erhöht werden, sagte Reck.
Mit rund 170.000 Euro wird zudem der Vordere Tiergarten im Gartenreich Dessau-Wörlitz unterstützt. Die 130 Hektar große Parkanlage in der Muldeaue ist durch Trockenjahre und Sturmschäden stark belastet. Lücken im Baumbestand sollen künftig durch Neupflanzungen geschlossen werden. Die historische Parkanlage erfülle wichtige Funktionen für das Stadtklima, die Biodiversität sowie den Hochwasserschutz, sagte Minister Willingmann.