Naturschützer machen Wälder fit für Wildkatzen
Erfurt (epd).

Mit Beginn der Naturschutzsaison startet der Bund für Umwelt und Naturschutz Thüringen (BUND) gemeinsam mit Partnern die praktische Arbeit im Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“. Ziel sei, Wälder widerstandsfähiger gegen die Folgen der Klimakrise zu machen und Lebensräume für die Europäische Wildkatze zu verbessern, teilte der Verband am Mittwoch in Erfurt mit.

Im Mittelpunkt stehen den Angaben zufolge arten- und strukturreiche Waldränder im Freistaat, die als zentrale Rückzugsräume für die Katzen gelten. Zugleich erfüllten sie wichtige Schutzfunktionen für den Wald, indem sie Wind bremsen, Bodenerosion mindern und Schadstoffeinträge aus angrenzenden Nutzflächen abpuffern. Allein 2025 seien vor allem im Eichsfeldkreis und im südthüringischen Wasungen Wälder mit 2.250 Setzlingen auf einer Fläche von vier Hektar wildkatzengerecht umgebaut worden. Seit Projektbeginn im Jahr 2023 seien es zehn Hektar gewesen.

Nutzen auch für andere Tiere

Je strukturreicher die Waldränder laut BUND gestaltet werden, desto größer ist der Nutzen auch für andere Tier- und Pflanzenarten. Statt flächiger Aufforstung setzen die Naturschützer auf gezielte Verbesserungen mit heimischen Sträuchern und Bäumen, die Übergangszonen zwischen Wald und Offenland schaffen.

Thüringens Projektkoordinatorin Maria Winkler sagte, die wachsende Beteiligung von Waldbesitzenden sowie Bürgerinnen und Bürgern zeige, dass sich Naturschutz und Waldwirtschaft sinnvoll ergänzten. Der Umweltverband unterstütze den Aufbau der Wildkatzenwälder mit Beratung und praktischer Hilfe. Das auf sechs Jahre angelegte Projekt wird vom Bund gefördert.