Mit Vorträgen und Mitmachaktionen werben die Verbraucherzentrale Thüringen und das Thüringer Umweltministerium vom 21. bis 29. November für das Reparieren defekter Alltagsgegenstände. Die ersten Thüringer Reparaturtage sollen zeigen, wie sich Ressourcen schonen und Produkte länger nutzen lassen, teilte ein Behördensprecher in Erfurt am Freitag mit.
Bereits Anfang November startet laut Ministerium der Versuch, bis zum Monatsende 1.000 Reparaturen zu erreichen. Teilnehmen können alle Thüringerinnen und Thüringer, die Gegenstände selbst oder mit Unterstützung eines Repair-Cafés reparieren. Gezählt werden etwa reparierte Fahrräder, Handys und Kleidungsstücke, die anschließend wieder genutzt werden.
Derzeit 15 Repair-Cafés im Freistaat
Während der Aktionswoche sind Online-Vorträge, Angebote für verschiedene Altersgruppen und ein Reparatur-Parcours geplant. Die Verbraucherzentrale biete zudem eine kostenlose Beratungshotline zu Gewährleistung, Garantie und dem Recht auf Reparatur an, sagte ein Sprecher.
In Thüringen gibt es nach Angaben der Veranstalter mehr als 15 Repair-Cafés. Dort helfen Ehrenamtliche dabei, defekte Gegenstände wieder funktionsfähig zu machen. Neben der Abfallvermeidung gehe es auch darum, Wissen weiterzugeben und Begegnungen zu ermöglichen.
Umweltminister Tilo Kummer (Thüringen.Gerecht) erklärte, die längere Nutzung von Geräten und anderen Produkten schone Geldbeutel und Rohstoffe. Repair-Cafés zeigten, wie Reparaturen praktisch umgesetzt werden könnten. Der Vorstand der Verbraucherzentrale Thüringen, Ralph Walther, sagte, dass häufig Wissen, Werkzeug oder eine bezahlbare Anlaufstelle fehlten.