Schnee treibt Vögel ans Futterhäuschen
Berlin (epd).

Bei der am Freitag gestarteten Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ zeichnen sich laut dem veranstaltenden Naturschutzbund Deutschland (Nabu) deutliche Unterschiede zwischen dem kalten Norden und dem milderen Süden ab. In den nördlichen Schneeregionen stiegen die Teilnehmerzahlen sprunghaft an, sagte ein Nabu-Sprecher am Samstag in Berlin. Gleichzeitig würden dort pro Garten wesentlich mehr Vögel beobachtet.

Demnach hielten in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt doppelt so viele Menschen wie 2025 nach Wintervögeln Ausschau. In vielen anderen Bundesländern lagen die Werte den Angaben zufolge am Freitag hingegen auf Vorjahresniveau oder sogar leicht darunter.

Der Nabu hat für dieses Wochenende zur 16. bundesweiten Wintervögel-Zählung aufgerufen. Mitmachen kann jeder und jede, der oder die sich bis Sonntag für eine Stunde Zeit nimmt. Dabei sollen alle Vögel im Garten, im Park, auf dem Balkon, am Futterhäuschen oder vor dem Fenster gezählt werden. Die Sichtungen können über ein Online-Formular auf der Nabu-Seite oder über die Nabu-App „Vogelwelt“ gemeldet werden.

Nach den ersten Ergebnissen seit Freitag belagerten vor allem Kohlmeisen und Blaumeisen, Amseln, Rotkehlchen und Buchfinken verstärkt die Futterhäuschen. Bei den ebenfalls häufigen Haus- und Feldsperlingen mache sich der Schneeeffekt dagegen bisher gar nicht bemerkbar.

Im vergangenen Jahr hatten sich bundesweit mehr als 122.000 Menschen an Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion beteiligt.