Nabu: Natur als kritische Infrastruktur anerkennen
Berlin (epd).

Der Naturschutzbund (Nabu) fordert die Anerkennung der Natur als kritische Infrastruktur und ihren entsprechenden Schutz. Angesichts wiederkehrender Hitzewellen und schwerer Waldbrände wie derzeit in Spanien und Frankreich werde es „immer deutlicher, dass intakte Ökosysteme eine zentrale Voraussetzung für Sicherheit, Wohlstand und wirtschaftliche Stabilität sind“, teilte der Verein am Dienstag mit.

Die Vorkommnisse zeigten, „wie verwundbar Europa durch die Klimakrise geworden ist“, erklärte der Nabu-Fachbereichsleiter Politik, Kim Cornelius Detloff. Intakte Moore, Wälder, Flüsse und Auen seien „keine Nebensache des Naturschutzes“, sondern gehörten „zur kritischen Infrastruktur unseres Landes“. Sie würden Wasser speichern, Landschaften und Städte kühlen und vor Hochwasser schützen.

Technische und natürliche Infrastruktur gehören zusammen

Wenn „Milliarden in technische Infrastruktur“ investiert werden, müsse ebenso in die natürliche Infrastruktur investiert werden, argumentierte Detloff. „Technische und natürliche Infrastruktur dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sie gehören zusammen.“ Daher soll laut Nabu das Natürliche-Infrastruktur-Gesetz weiterentwickelt und die EU-Wiederherstellungsverordnung umgesetzt werden.