Kaffeebericht sieht "langen Weg zu vollständiger Nachhaltigkeit"
Berlin (epd).

Die Deutsche Umwelthilfe sieht Verbesserungsbedarf bei der Erfassung von Anbauflächen und der Verwendung von Düngemitteln in der Produktion von Kaffee und den dazugehörigen globalen Lieferketten. „Unser Bericht zeigt, dass viele deutsche Unternehmen noch einen langen Weg zu vollständiger Nachhaltigkeit vor sich haben, gleichzeitig aber größtenteils bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, heißt es in der von der Umwelthilfe am Donnerstag in Berlin vorgestellten Analyse.

Neben der Auswertung der Selbstauskünfte von 21 deutschen Unternehmen, unter anderem zur Rückverfolgbarkeit und Datenerhebung, enthält sie auch Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft. Die Politik soll laut Studie an den bisherigen Lieferkettengesetzen festhalten und Initiativen für die Umsetzung in Anbauländern fördern. Zudem solle der Kaffee in Behörden aus entwaldungsfreier und fairer Produktion stammen.

„Hin und Her“ der europäischen Regelungen

Mit Blick auf Unternehmen wird unter anderem ein besseres System zur Überwachung der Abholzung für Nutzflächen gefordert. Innerhalb der Lieferkette solle nicht nur auf faire Löhne und die Einhaltung von Menschenrechten geachtet werden, sondern zudem Dünger- und Wasserverbrauch reduziert werden.

Der Bundesgeschäftsführer der Umwelthilfe, Sascha Müller-Kraenner, mahnte an, dass bei einem „Hin und Her“ von europäischen Regelungen und deren Abschwächung oder Verschiebung die Planbarkeit für Unternehmen verloren gehe: „Die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre dürfen nicht zunichte gemacht werden: Die EU muss den Schutz von Umwelt und Menschen konsequent sicherstellen.“