Die Hochwasserschutzmaßnahmen und weitere Umbauarbeiten an der Weißen Elster im thüringischen Caaschwitz (Kreis Greiz) sollen bis 2030 abgeschlossen sein. Das rund 34 Millionen teure Vorhaben wird aus EU-Mitteln finanziert, wie Thüringens Umweltminister Thilo Kummer (BSW) am Donnerstag bei einem Besuch vor Ort erklärte.
„Das Hochwasser von 2013 hat vielen Menschen in Caaschwitz eindrücklich vor Augen geführt, wie verletzlich unsere Orte bei Extremereignissen sind“, sagte der Umweltminister. Das Projekt gehört den Angaben zufolge zu den größten Hochwasserschutzmaßnahmen Thüringens. Es verbinde technischen Hochwasserschutz mit einer naturnahen Entwicklung der Weißen Elster und mit Verbesserungen im Trinkwasserschutz. „Projekte wie diese wollen wir in Zukunft beschleunigen“, sagte Kummer.
Neue Deiche und mäandernder Flussverlauf
So sollen schon bis 2027 die Hochwasserschutzmaßnahmen abgeschlossen sein. Geplant sind rund 1.700 Meter neu errichtete Schutzdeiche sowie ein neues Hochwasser- und Abwasserpumpwerk und die Umverlegung eines Grabens. Zudem ist auf rund 1.000 Metern eine Neutrassierung der Weißen Elster geplant. Anstelle des begradigten Verlaufs werden Flussschlingen (Mäander) angelegt. Sie sollen „im Hochwasserfall dämpfend wirken“.
Für eine natürliche Entwicklung des Flussbetts soll weiter flussabwärts die vorhandene Böschungssicherung entfernt werden. Insgesamt werde die Weiße Elster so auf rund zwei Kilometern Länge ökologisch aufgewertet. Damit könnten auch neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen. Geplant ist zudem der Umbau der Trinkwasseranlagen und die Anbindung an das Fernwassernetz.