In Brandenburg sind im vergangenen Jahr 317 Waldbrände dokumentiert worden. Davon seien Flächen mit einer Größe von insgesamt gut 252 Hektar betroffen gewesen, teilte das Innenministerium unter Berufung auf den am Mittwoch veröffentlichten Waldbrandbericht 2025 in Potsdam mit. Dabei seien auch vier Großbrände mit mehr als zehn Hektar erfasst worden, drei davon auf Kampfmittelverdachtsflächen.
Den mit 141 Hektar größten Waldbrand habe es auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog gegeben, hieß es. Schwerpunktlandkreise seien Elbe-Elster, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Potsdam-Mittelmark gewesen. Die meisten Brände hätten durch die automatisierte und flächendeckende Waldbrandüberwachung mit dem System „Fire Watch“ unter einem Hektar gehalten und schnell bekämpft werden können.
Unbemannte Einsatzfahrzeuge
Insgesamt seien im vergangenen Jahr rund 12,8 Millionen Euro in den Bereich des abwehrenden Waldbrandschutzes investiert worden, hieß es. Innenminister Jan Redmann (CDU) betonte, der Klimawandel setze den Wäldern stark zu. Diese Herausforderung werde weiter zunehmen. Die Feuerwehren in Brandenburg seien darauf vorbereitet und verfügten über modernste Technik, die sich bereits mehrfach bewährt habe.
Bei der Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz des Bundeslandes würden auch unbemannte Einsatzfahrzeuge wie der ferngesteuerte Räumroboter MV-4 und der Lösch- und Räumroboter MVF-5 zentral vorgehalten, hieß es. Die Sondertechnik sei zum ersten Mal im Sommer 2025 im Einsatz gewesen. Damit seien unter anderem Löscharbeiten in der Gohrischheide im Grenzgebiet zu Sachsen unterstützt worden.