In Sachsens Schulen lernen 2026/2027 voraussichtlich etwas mehr Kinder und Jugendliche als im Vorjahr. Zum neuen Schuljahr steige die Zahl geringfügig von 527.192 auf etwa 527.300 Schülerinnen und Schüler an, teilte das Kultusministerium am Dienstag in Dresden mit. Während die Zahl der Schulen in öffentlicher Trägerschaft gleich bleibe (2025 und 2026: 1.388), steige die Zahl der Schulen in freier Trägerschaft von 429 auf 432.
In Vorbereitung auf das neue Schuljahr, das in Sachsen am Montag beginnt, seien 905 Lehrkräfte eingestellt worden, hieß es. 731 von ihnen seien grundständig ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer sowie 17 pädagogische Fachkräfte. Hinzu kämen 157 sogenannte Seiteneinsteiger.
Gemeinsam umdenken
Ein Großteil der Absolventen bewarb sich laut Kultusministerium für eine Anstellung in den Ballungsgebieten Leipzig und Dresden. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) erklärte: „Wir sind verpflichtet, eine gute Unterrichtsversorgung im ganzen Freistaat zu gewährleisten.“ Dies gelinge nur, „wenn wir gemeinsam umdenken“. Um Unterrichtsausfall zu senken, wurden bereits in diesem Schuljahr Lehrkräfte an andere Schulen abgeordnet.
„Die größte Herausforderung bleibt die gerechte Verteilung der zur Verfügung stehenden Lehrerinnen und Lehrer auf ganz Sachsen“, erklärte Clemens. Dafür sei es auch mal nötig, einen etwas längeren Anfahrtsweg auf sich zu nehmen oder die gewohnte Umgebung zu verlassen.
Wegen prognostizierter sinkender Schülerzahlen will Sachsen von 2032 an bis zum Jahr 2040 rund 4.600 Lehrkräftestellen abbauen.