Mehr als 440 Wohnheime für Wohnungslose in Berlin
Berlin (epd).

Für wohnungslose und obdachlose Menschen stehen in Berlin derzeit mindestens 20.000 Plätze in mehr als 440 Wohnheimen zur Verfügung. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Antwort der Berliner Sozialverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervor.

In den Einrichtungen werden laut Definition unfreiwillig obdachlos gewordene Menschen untergebracht. Nach dem Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG) bekommen sie von den Behörden eine vorübergehende Bleibe zur Verfügung gestellt, um nicht auf der Straße zu landen.

Meiste Plätze in Charlottenburg-Wilmersdorf

Die meisten Unterkünfte gibt es demnach in Mitte mit 77, die wenigsten derzeit in Tempelhof-Schöneberg mit drei, wobei nicht alle erfasst wurden. Für Marzahn-Hellersdorf liegen etwa aktuell gar keine Daten vor. Die meisten Plätze bietet wiederum Charlottenburg-Wilmersdorf mit 3.600. Sehr viel weniger sind es in Spandau mit 775 und in Tempelhof-Schöneberg mit 75, davon 52 für wohnungslose Frauen.

285 Plätze für Rollstuhlfahrer

35 der Wohnheime sind barrierearm oder barrierefrei. Für Menschen im Rollstuhl stehen aktuell rund 285 Plätze zur Verfügung. Die Unterkünfte verfügen über barrierearme Gemeinschaftsflächen, Bäder und Toiletten. In Treptow-Köpenick ist eine Einrichtung mit 115 Plätzen mit einem Badewannenlift und Pflegebetten ausgestattet. Sieben Wohnheime verfügen über einen Tragelift.

Zum Stichtag 31. Januar 2025 waren nach Angaben der Senatsverwaltung 53.610 wohnungslose Menschen in Berlin in Wohnheimen, Trägerwohnungen, Notübernachtungen und weiteren Angeboten im System der Wohnungsnotfallhilfe untergebracht.