In Sachsen ist die Stellenzahl für Schulsozialarbeit im Vergleich zu 2025 zurückgegangen. Wie aus am Montag in Dresden verbreiteten Antworten auf parlamentarische Anfragen der Linken-Fraktion im sächsischen Landtag hervorgeht, sank die Zahl der sogenannten Vollzeitäquivalente von 642 im Jahr 2025 auf 627 in diesem Jahr.
An den Oberschulen gebe es aktuell rund 322 Vollzeitstellen. 2025 waren es dort noch 341 Stellen. An den Grundschulen sank die Zahl von 138 auf 131 Stellen. Ein Vollzeitäquivalent entspricht der Arbeitszeit einer oder eines Vollzeitbeschäftigten.
Linke kritisiert Stellenverluste
Die Linksfraktion kritisiert den Wegfall der Stellen. Der Bedarf für Schulsozialarbeit sei nach wie vor groß. Die Verluste seien nicht hinnehmbar. „Alle Schülerinnen und Schüler brauchen verlässliche Ansprechpersonen, die nicht nur die Lehrkräfte entlasten, sondern den jungen Leuten konkret helfen“, hieß es. An jedem Standort müsse es möglich sein, „vertraulich und ohne große Hürden Hilfe zu bekommen“. Dies sei auch eine Frage der Bildungsgerechtigkeit.
In Sachsen lernen derzeit rund 527.300 Kinder und Jugendliche an 1.820 Schulen, darunter 432 Schulen in freier Trägerschaft. An den öffentlichen Einrichtungen sind es 439.900 Schülerinnen und Schüler und damit etwas weniger als noch ein Jahr zuvor (2025: 440.394). Die Schülerzahl an Einrichtungen in freier Trägerschaft stieg von knapp 86.800 auf rund 87.400. Laut Prognosen des Statistischen Landesamtes Sachsen werden die Schülerzahlen in Sachsen von 2028 an drastisch sinken.