Kinder und Jugendliche fordern mehr Austausch mit Politik
Magdeburg (epd).

Die Kinder und Jugendlichen in Sachsen-Anhalt halten den Klimawandel für ein drängendes Problem. Das geht aus dem neuen Kinder- und Jugendbericht des Landes hervor, der am Dienstag in Magdeburg von der Landesregierung vorgestellt wurde. Zudem seien Sorgen über zunehmenden Populismus, steigende Preise sowie fehlende Räume für Jugendliche deutlich formuliert worden, hieß es. Neben zusätzlichen Austauschmöglichkeiten mit politischen Entscheidungsträgern sei auch eine stärkere politische Bildung gefordert worden.

An dem Bericht hätten sowohl Fachkräfte der Jugendarbeit als auch junge Menschen mitgewirkt. Die Landesregierung habe über die Analysen und Empfehlungen zur Situation von Kindern und Jugendlichen beraten und werde mit den Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe die Wünsche und Anregungen aufgreifen. „Gemeinsam wollen wir die Kinder- und Jugendhilfe weiterentwickeln“, erklärte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD).

Mehr kostenfreie Freizeitangebote

Viele im Rahmen des Berichtes befragte Kinder und Jugendliche hätten sich zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen „kritisch“ geäußert, hieß es. Sie forderten unter anderem eine bessere finanzielle Ausstattung der Jugendhilfe und bei der stationären Heimerziehung, mehr kostenfreie Freizeit- und Begegnungsangebote sowie die barrierefreie Gestaltung von Einrichtungen sowie den Ausbau direkter Beteiligungsformate.