Die beiden großen Kirchen, Stadt, Wartburg und Tourismuswirtschaft wollen das Erbe der Heiligen Elisabeth in Eisenach gemeinsam lebendig halten. Vertreter der Einrichtungen unterzeichnen dazu am Mittwoch die „Charta der Freundinnen und Freunde der Heiligen Elisabeth“, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit.
Elisabeth von Thüringen (1207-1231) gilt als Vorbild für die Hilfe für arme und kranke Menschen. Sie lebte zeitweise in Eisenach und auf der Wartburg. Gemeinsam mit ihrem Mann, Landgraf Ludwig, gründete sie Hospitäler und setzte sich für Bedürftige ein. 1235 wurde sie heiliggesprochen.
Erste Vorhaben sind bereits geplant
Die Charta soll die Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen laut Stadtverwaltung auf eine gemeinsame Grundlage stellen. Eine eigene Organisation werde es nicht geben. Stattdessen wollen die Beteiligten ihre Vorhaben abstimmen und mindestens zweimal jährlich zusammenkommen.
Im Mittelpunkt stehen den Angaben zufolge die sieben Werke der Barmherzigkeit. Die Partner wollen Elisabeth als verbindende Gestalt über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg sichtbar machen, junges Ehrenamt fördern und ihre Geschichte mit heutigen Beispielen gelebter Nächstenliebe verbinden. Auch das touristische Angebot soll weiterentwickelt werden.
Erste gemeinsame Projekte sind bereits geplant: Am 15. November werde in der Predigerkirche die Ausstellung „Marketing & Elisabeth“ eröffnet. An ihrem Gedenktag am 19. November sei auf der Wartburg ein ökumenischer Gottesdienst vorgesehen. Am 7. Juli 2027 solle am Geburtstag der Heiligen erstmals ein Elisabeth-Tag gefeiert werden.