Die Berliner Stadtmission kämpft nach eigenen Angaben mit einer Flut an unbrauchbaren Kleiderspenden. Einsame Socken, löchrige T-Shirts, kaputte Reißverschlüsse sowie fehlende Lagerkapazitäten führten dazu, dass viele Spenden im Müll landen, teilte die Stadtmission am Dienstag mit. Dies führe zu Entsorgungskosten von rund 10.000 Euro im Jahr.
Dreh- und Angelpunkt für die Annahme von Kleiderspenden ist dabei der „Textilhafen“ des Inklusionsunternehmens Komm & Sieh der Stadtmission. Hier kommen den Angaben zufolge durchschnittlich elf Tonnen textile Spenden pro Woche an. Anschließend wird alles von Hand sortiert, heißt es auf der Internetseite.
Am Freitag besucht die Berliner Bundestagsabgeordnete Julia Schneider (Grüne) den „Textilhafen“, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen.