Mit einem Festakt im Evangelischen Krankenhaus „König Elisabeth Herzberge“ ist das zehnjährige Bestehen der regionalen Kinderschutzambulanzen in Berlin gefeiert worden. Das 2016 mit vier Einrichtungen begonnene Modellprojekt sei heute ein „fester und unverzichtbarer Bestandteil der Berliner Kinderschutzlandschaft“, teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie am Mittwoch mit.
„Die Berliner Kinderschutzambulanzen leisten seit zehn Jahren unverzichtbare Arbeit“, erklärte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU). Jugend- und Gesundheitsämter sowie die Justiz arbeiteten dabei eng zusammen. „Dass Berlin heute über ein flächendeckendes Netz von Kinderschutzambulanzen verfügt, ist ein großer Erfolg“, teilte der Berliner Staatssekretär für Jugend und Familie, Falko Liecke (CDU), mit.
Einschätzen von Verdachtsfällen
Die mittlerweile sechs Berliner Kinderschutzambulanzen untersuchen den Angaben nach jährlich durchschnittlich rund 850 Kinder und Jugendliche. Dabei würden Verdachtsfälle von körperlichem oder psychischem Missbrauch, Vernachlässigung oder sexualisierter Gewalt eingeschätzt und abgeklärt. Unterschiedliche medizinische Diagnostik und fachliche Beratung anderer Einrichtungen fänden Anwendung. Mit ihrer Arbeit unterstützten sie Jugendämter, Kinder- und Jugendärzte und Psychiatrien.