Ambulanz für nicht krankenversicherte Menschen renoviert
Berlin (epd).

Die Berliner Stadtmission hat ihre Pflegezimmer für nicht krankenversicherte Menschen renoviert. Das erneuerte Pflegezimmer für Männer biete insgesamt sechs Betten, das Pflegezimmer für Frauen zwei Betten, sagte der theologische Vorstand der Stadtmission, Christian Ceconi, am Donnerstag. Weiterhin wurde seit Ende Januar in der dortigen Ambulanz für nicht krankenversicherte Menschen in Berlin-Moabit das Bad komplett saniert, die Fenster erneuert und das Treppenhaus modernisiert. Die Deutsche Bahn Stiftung finanzierte die Renovierungskosten mit 50.000 Euro.

In der Ambulanz in der Lehrter Straße können nicht krankenversicherte Menschen unentgeltlich behandelt werden. Zweimal pro Woche biete die Ambulanz eine Sprechstunde an. Werden dabei Kranke identifiziert, die sich in einem sauberen und warmen Umfeld erholen sollten, erhalten sie einen Platz, wenn ein Bett frei ist.

Auch palliative Behandlung

Zu den häufigsten Krankheitsbildern zählen den Angaben zufolge infizierte Wunden und Atemwegserkrankungen. Die Kranken werden von einer hauptamtlichen Pflegefachkraft und einer Ärztin versorgt. Weiterhin würden sich zwei ehrenamtlich Tätige um die Patienten kümmern. Das Angebot sei niedrigschwellig ausgerichtet, Herzinfarkte etwa könnten dort nicht behandelt werden. Jedoch seien Menschen auch schon palliativ behandelt worden.

Im vergangenen Jahr habe es in den Pflegezimmern knapp 1.500 Übernachtungen gegeben. Die meisten Patientinnen und Patienten liegen demnach drei Tage bis drei Wochen. Die Altersspanne erstrecke sich von 20 bis 75 Jahre.