Sondermünzen zu Tamara Danz und Metropolis erscheinen
Berlin (epd).

Im Andenken an die Sängerin Tamara Danz (1952-1996) und den Film „Metropolis“ soll es 2027 zwei Sondermünzen geben. Das Bundeskabinett habe die Prägung der Silbergeldstücke im Wert von je 35 Euro am Mittwoch beschlossen, teilte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) mit. Mit solchen Sonderprägungen erinnert die Bundesregierung an wichtige Persönlichkeiten und kulturelle Meilensteine.

Weimer erklärte: „Mit Tamara Danz und 'Metropolis' würdigen wir zwei herausragende kulturelle Leistungen, die das Selbstverständnis unseres Landes bis heute - im wahrsten Sinne - mitprägen.“ Danz wäre im nächsten Jahr 75 geworden. Die langjährige Frontfrau der Rockband Silly gilt als eine der wichtigsten Musikerinnen der DDR und der deutschen Rockmusik. Sie starb im Alter von 43 Jahren an Brustkrebs.

Meilenstein des Films

Der Film „Metropolis“ des österreichisch-deutsch-US-amerikanischen Regisseurs Fritz Lang (1890-1976) wurde 1927 uraufgeführt. Er zählt zu den wichtigsten Meilensteinen der Filmgeschichte. In dem Stummfilm geht es um eine Stadt in der Zukunft, in der eine streng geteilte Klassengesellschaft lebt. Mit den darin auftretenden „Maschinenmenschen“ prägte Lang das Genre Science-Fiction maßgeblich. Auch mit seinen aufwendigen und teuren Spezialeffekten war er seiner Zeit voraus.

„Sondermünzen sind weit mehr als Zahlungsmittel. Sie erzählen Geschichten über unser Land, veranschaulichen seine kulturelle Identität. Sie sind echte Kunstwerke für die Hosentasche“, sagte Weimer. In den vergangenen Jahren wurden so etwa Immanuel Kant oder die Berlinale gewürdigt.