Das sächsische Kunsthandwerk präsentiert sich am Wochenende mit offenen Ateliers, Werkstätten, Studios und Läden. Rund 200 Betriebe beteiligen sich vom 10. bis 12. April an den Europäischen Tagen des Kunsthandwerks, wie das Wirtschaftsministerium am Montag in Dresden mitteilte. Die Bandbreite reiche von Oster- und Weihnachtsdekoration, über Schmuck und Mode bis zu Skulpturen und Möbel.
Die Europäischen Tage des Kunsthandwerks finden jährlich im April in 24 Staaten statt. In Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr zehn Bundesländer. Sachsen ist nach eigenen Angaben wieder das teilnehmerstärkste Bundesland.
Branche in den Regionen verankert
Das Kunsthandwerk spielt den Angaben zufolge regionalwirtschaftlich eine wichtige Rolle im Freistaat. Mehr als 1.600 Unternehmen sowie 1.300 Kleinunternehmen mit insgesamt rund 10.800 Beschäftigten erwirtschaften demnach zuletzt einen Jahresumsatz von etwa 800 Millionen Euro.
Sie sind Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft. Dazu zählen auch Architektur, Design, Musikwirtschaft, Medien, Software/Games und Werbung. 2023 arbeiteten in diesem Bereich in Sachsen insgesamt rund 81.000 Menschen in etwa 9.800 Unternehmen sowie 16.000 Kleinunternehmen. Mit einem Umsatz von 4,78 Milliarden Euro erzielte die Branche rund zwei Prozent des Gesamtumsatzes aller sächsischen Unternehmen, knapp hinter dem Maschinenbau und deutlich vor dem Gastgewerbe und dem Fahrzeugbau.