Sächsisches Festival "Gogelmosch" zum zweiten Mal
Dresden, Pirna (epd).

Das Festival „Gogelmosch“ zur Pflege der sächsischen Mundarten geht in seine zweite Auflage. Diese ist für den 30. September bis 4. Oktober in Dresden und Pirna geplant. Beim „Dialektival“ werde auch das sächsische Wort des Jahres 2026 gekürt, sagte einer der Initiatoren, der Kabarettist und Schauspieler Tom Pauls, am Dienstag in Dresden. Zusätzlich werde in diesem Jahr ein Dialektwort ausgewählt, welches das Handwerk auf besonders prägnante Weise beschreibt.

Das Interesse an der sächsischen Sprache bestehe weiterhin, sagte Pauls. Auch junge Leute engagierten sich dafür. „Je verrückter die Welt wird“, desto mehr Orientierung an der Heimat gebe es. „Die sächsische Sprache lebt“, sagte der Schauspieler. Der Dialekt habe zudem den Sprung ins Digitale geschafft.

Junge Talente

Pauls hatte 2007 die Ilse-Bähnert-Stiftung zur Pflege der sächsischen Sprache gegründet. Sie hat ihren Sitz im Peter-Ulrich-Haus in Pirna, wo sich zudem das Tom-Pauls-Theater befindet. 2008 war erstmals das sächsische Wort des Jahres gekürt worden. Das Festival „Gogelmosch“ („wertloses Zeug“, „wirres Durcheinander“) fand 2025 zum ersten Mal statt.

Auch in diesem Jahr werde ein Programm aus Kabarett, Comedy und Satire geboten, sagte Mitinitiator und Autor Peter Ufer. Erwartet werden unter anderem junge Talente wie Tina Goldschmidt, die den sächsischen Dialekt auf Social Media präsentiert, sowie die Autorin und Bloggerin Kristina vom Dorf.

Der Comedian Thomas Nicolai wird aus den Asterix-Comics Ausschnitte auf Sächsisch zelebrieren. Zudem ist der Kabarettist Gunter Böhnke beim Festival zu Gast.