Leipziger Mendelssohn-Preis für Angela Merkel
Leipzig (epd).

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird mit dem Leipziger Mendelssohn-Preis geehrt. Die undotierte Auszeichnung würdige ihre „besonderen Verdienste um die Einigung und Integration Europas und dessen Zusammenhalt als Friedens- und Wertegemeinschaft“, teilte die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung am Mittwoch in Leipzig mit. Sie wird am 1. November zur Eröffnung der Mendelssohn-Festtage im Gewandhaus Leipzig überreicht.

Merkel habe „über viele Jahre hinweg Europa entscheidend geprägt“, hieß es weiter zur Begründung. In Zeiten von Euro- und Flüchtlingskrise, Brexit und Corona-Pandemie habe die CDU-Politikerin „in höchstem Maße Verantwortung übernommen und Handlungsfähigkeit bewiesen“. Mit dem Mendelssohn-Preis wird zudem der Klarinettist, Dirigent und Komponist Jörg Widmann für seine „herausragende künstlerische Leistung“ und Nachwuchsförderung ausgezeichnet, hieß es. Der Preis wird in den Kategorien „Musik“ und „Europa“ vergeben.

Humanistische Ideale

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) steht laut Stiftung „für die Verbindung von künstlerischer Exzellenz und Vielseitigkeit mit den humanistischen Idealen des modernen Europas“. Er war Komponist, Pianist, Dirigent und bildender Künstler und habe zugleich für kulturelle Verständigung und Toleranz gestanden.

Der Mendelssohn-Preis wurde 2025 nach neunjähriger Pause erstmals wieder vergeben. Zu den bisher Geehrten zählen der Dirigent Kurt Masur (1927-2015), die Geigerin Anne-Sophie Mutter, die Schauspielerin Iris Berben und der frühere Bundesaußenminister und FDP-Politiker Hans-Dietrich Genscher (1927-2016).