Am Leipziger Völkerschlachtdenkmal wird zu einer künstlerischen Intervention unter dem Titel "Gemischte Gefühle in kriegerischen Zeiten” eingeladen. Im Mittelpunkt des Projekts stehen ab Anfang September persönliche Perspektiven aus Leipzig auf eine von Krieg und Krisen geprägte Gegenwart, teilte das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig am Donnerstag mit.
Dazu präsentiert das Leipziger Künstlerkollektiv Krudebude vom 1. bis 20. September ein Banner, einen Audiowalk und ein Veranstaltungsprogramm. Das Projekt findet in Kooperation mit der Stiftung Völkerschlachtdenkmal statt.
Tanz zur Eröffnung
Im Zentrum der Präsentation stehe der Audiowalk, in dem Leipzigerinnen und Leipziger ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf Kriege und Krisen schildern. Zur Eröffnung am 1. September findet eine Tanzperformance der Choreografin Clara Sjölin statt. Bis zum 20. September sind weitere Veranstaltungen geplant.
Die sogenannte Völkerschlacht zwischen den verbündeten Heeren Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens gegen Napoleon Bonaparte (1769-1821) und dessen Alliierte bei Leipzig ereignete sich vom 16. bis 19. Oktober 1813. 100 Jahre später, am 18. Oktober 1913, wurde das begehbare Völkerschlachtdenkmal zu Ehren der mehr als 90.000 Todesopfer eingeweiht. Das rund 300.000 Tonnen schwere und 92 Meter hohe Denkmal im Südosten der Stadt ist heute eines der Wahrzeichen Leipzigs. Jährlich zählt es laut Denkmal-Stiftung mehr als 300.000 Besucherinnen und Besucher.