Am Magdeburger Dom ist die Kalendersaison 2027 eröffnet: Zum 13. Mal hat der Förderverein einen Kalender für Dom und Dommuseum vorgestellt. Die ganzseitigen Fotos stammen von der Fotografin Andrea Schwingel, die den Jahresverlauf auf dem Domhügel mal mit klassischen Fotos, mal mit Drohnenbildern gestaltet hat, wie der Verein am Mittwoch mitteilte.
Für sie sei die gotische Kathedrale ein Stück Heimat: „Und ich hoffe, dass die Motive nicht nur die Magdeburger faszinieren, sondern meine Begeisterung für den Dom auch bei den Gästen der Stadt gut ankommt“, sagte die Hobbyfotografin.
Der Kalender erscheint in einer Auflage von 500 Exemplaren, teilte der Verein mit. Die Erlöse kommen dem Förderverein Dommuseum und dem Dommuseum Ottonianum zugute. So werde eine erweiterte Neuauflage des archäologischen Domführers vorbereitet, für die ein Teil der Einnahmen verwendet werden soll.
Ältester gotischer Dom Deutschlands
Der gotische Magdeburger Dom ist der Nachfolger eines romanischen Vorgängerbaus, der beim Stadtbrand 1207 beschädigt wurde. Erzbischof Albrecht ließ an seiner Stelle einen Neubau errichten, der 1363 geweiht wurde. Die rund 100 Meter hohen Westtürme wurden jedoch erst 1520 vollendet. Damit ist die Kathedrale von Magdeburg der älteste gotische Dom Deutschlands.
Im Dom haben die ostfränkisch-deutsche Königin Editha (910-946) und ihr Ehemann, Kaiser Otto I. (912-973) ihre letzte Ruhestätte. Das Kaisergrab wird gegenwärtig denkmalgerecht restauriert. Die Wiederbeisetzung Ottos soll am 1. September in einem Festgottesdienst im Dom erfolgen.