Denkmal-Stiftung unterstützt Orgelsanierung in Lumpzig
Schmölln, Bonn (epd).

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die Restaurierung der historischen Orgel in der Dorfkirche Lumpzig bei Schmölln mit 10.000 Euro. Mit den Mitteln sollen die Reinigung des gesamten Orgelwerks, die Demontage von Pfeifenwerk, Teilen der Trakturen und des Windladens sowie die Restaurierung von Windladen und Spielanlage erfolgen, teilte ein Stiftungssprecher am Dienstag in Bonn mit.

Das Instrument im thüringischen Landkreis Altenburger Land verbindet den Angaben zufolge zwei bedeutende mitteldeutsche Orgelbau-Traditionen. Seine Substanz stamme aus der Werkstatt des renommierten Orgelbauers Johann Gottlob Mende (1787-1850). Es zähle zu den wenigen erhaltenen Instrumenten dieses Orgelbauers. Im Jahr 1913 habe Oscar Ladegast (1858-1944) die Orgel weiterentwickelt und dabei rund 90 Prozent der ursprünglichen Bauteile übernommen. Dadurch blieb das historische Instrument weitgehend erhalten und vereint heute die Handschriften zweier herausragender Orgelbauer.

Seltenes Klang- und Kulturgut

Bei der Orgel handelt es sich nach Angaben des örtlichen Kirchbauvereins um eine mechanische Schleifladenorgel mit 16 Registern, zwei Manualen sowie einer mechanischen Spiel- und Registertraktur. Die Restaurierung soll dazu beitragen, das seltene Klang- und Kulturgut für Gottesdienste, Konzerte und künftige Generationen zu bewahren.

Die evangelisch-lutherische Dorfkirche in Schmölln-Lumpzig entstand 1829/1830 nach Plänen des Leipziger Architekten Albert Geutebrück (1801-1868). Der klassizistische Bau mit neogotischen Elementen beherbergt die Orgel von besonderem denkmalpflegerischem Wert.