Ein Film über den inzwischen weithin bekannten Cranach-Triegel-Altar kommt Anfang Februar in die deutschen Kinos. Offizieller Kinostart für den Dokumentarstreifen „Triegel trifft Cranach - Malen im Widerstreit der Zeiten“ ist am 5. Februar. Regisseur Paul Smaczny („Die Thomaner“) habe den Maler Michael Triegel mehrere Jahre lang begleitet und zeige überaus detailliert die Entstehung des bedeutenden Kunstwerkes, heißt es in der Ankündigung.
Neben Michael Triegel kommen in dem 107-minütigen Film auch der Maler Neo Rauch und Elisabeth Triegel zu Wort. Bereits ab Samstag und bis zum 21. März ist in der Berliner Galerie Schwind eine Ausstellung über Triegel zu sehen. Präsentiert werden nach Angaben der Galerie neue Zeichnungen und Gemälde. Bei der Ausstellungseröffnung will Triegel laut Galerie selbst anwesend sein.
Altar derzeit in Rom
Der umstrittene Cranach-Triegel-Altar aus dem Naumburger Dom ist derzeit in Rom zu sehen. Das berühmte Marien-Retabel von Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553) und Triegel ist für zwei Jahre an die dortige Kirche Santa Maria della Pieta ausgeliehen.
Der Altar hatte in den vergangenen Jahren für heftigen Streit gesorgt. Weil er die berühmten Stifterfiguren um Uta von Naumburg und Markgraf Ekkehard II. von Meißen aus dem 13. Jahrhundert verdeckte, drohte der Internationale Rat für Denkmalpflege Icomos zwischenzeitlich mit der Aberkennung des Unesco-Welterbetitels.