Chemnitzer Bärenanlage nach 14 Jahren "wiederbelebt"
Berlin (epd).

Nach mehr als 14 Jahren ist die historische Bärenanlage im Tierpark Chemnitz wieder zum Leben erweckt worden. „In der heutigen Zeit würden wir in dieser Anlage selbstverständlich keine Bären mehr halten“, erklärte die amtierende Tierparkleiterin Silke Weiser am Dienstag. Für die Neubesetzung des Außenbereichs wurden Helmperlhühner und Klippschiefer ausgewählt.

Helmperlhüner stammen den Angaben zufolge ursprünglich aus den Savannen und Buschlandschaften Afrikas südlich der Sahara sowie von der Arabischen Halbinsel. Sie kämen in großen, geselligen Gruppen vor und sind bekannt für ihren namensgebenden hornartigen „Helm“ auf dem Kopf.

Anlage aus den Siebzigern

Klippschliefer ähneln in ihrem Körperbau Meerschweinchen. Die Pflanzenfresser dösten tagsüber an warmen Felsen, schliefen nachts in Felshöhlen und lebten in stabilen Familienverbänden.

Die Bärenanlage stammt aus den 1970er-Jahren und sei ein „sichtbares Beispiel tiergartenhistorischer Planungsgeschichte“. Unter anderem wegen des damals vorherrschenden Ressourcenmangels seien die Arbeiten jedoch eingestellt worden.