Die Alte Nationalgalerie in Berlin will in einer Ausstellung ab Donnerstag Werke verschiedener Epochen zusammenbringen. Zum 150. Jubiläum des Hauses eröffne die Sonderpräsentation „Über Zeiten. Gursky, Lucas, Miro, Warhol und die Kunst des langen 19. Jahrhunderts“ mit ungewöhnlichen Gegenüberstellungen neue Perspektiven, teilten die Staatlichen Museen zu Berlin am Mittwoch mit. Das lange 19. Jahrhundert ist ein Epochenbegriff, der die Zeit vom Beginn der Französischen Revolution 1789 bis zum Ersten Weltkrieg 1914 umfasst. Künstler aus diesen Jahren träfen bei der Schau auf solche des späten 20. Jahrhunderts, hieß es.
Bei der epochenübergreifenden Ausstellung soll etwa Andy Warhols (1928-1987) Pop-Art-Bild „Diamond Dust Shoes“ einem Gemälde Paul Cezannes (1839-1906) gegenübergestellt werden. Dabei zeige sich, wie über mehr als ein Jahrhundert hinweg mit Stillleben experimentiert worden sei. Ferner wird den Angaben nach ein Selbstbildnis der Malerin Sabine Lepsius (1864-1942) neben einem fotografischen Selbstporträt der 1962 geborenen Britin Sarah Lucas zu sehen sein. Hier gehe es insbesondere um Entwürfe der eigenen Person sowie gesellschaftliche Rollenbilder im Laufe der Zeit.
Zum 150 Bestehen des Ausstellungshauses
Die Präsentation soll den Angaben nach durch den neuen Blick auf vertraute Werke auch Fragen darüber aufwerfen, was Kunst ist und sein kann. Sie ist in zehn Räumen auf allen drei Etagen der Alten Nationalgalerie zu sehen und läuft bis zum 28. Februar 2027.