32. Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg eröffnet
Berlin, Potsdam (epd).

Mit Kurzfilmen aus Israel, Großbritannien und Dänemark ist am Dienstag in Potsdam das 32. Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg eröffnet worden. Bis Sonntag präsentiert das Kinofestival in der Hauptstadtregion 60 Filme aus 22 Ländern zu jüdischer Geschichte und Gegenwart. Neben den zwei Wettbewerben im Bereich Spiel- und Dokumentarfilm umfasst das Programm auch einige Sonderreihen.

So wird in der Filmreihe „Nordic Jewish Focus“ jüdisches Kino aus Skandinavien und Finnland gezeigt. Die Reihe „The Other Israel“ beschäftigt sich laut den Veranstaltern mit der komplexen Realität israelischer und palästinischer Gesellschaften.

Wichtiger Beitrag zum Diskurs

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nannte die gezeigten Filme bei der Eröffnung im Potsdamer Hans Otto Theater einen wichtigen Beitrag zum Diskurs: „Sie berühren, regen zum Nachdenken an und sorgen für Gespräche.“ Er sei sehr dankbar, dass Brandenburg auch in diesem Jahr einer der Gastgeber für das Jüdische Filmfestival sei. Erneut setze das Festival „ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, gegen Hass und Hetze“.

Im Spielfilmwettbewerb treten den Angaben zufolge elf Produktionen gegeneinander an, im Dokumentarfilmwettbewerb neun. Die nach der Berliner Kinolegende Gershon Klein (1920-1999) benannten Preise sind jeweils mit 3.000 Euro dotiert. Zudem werden ein jeweils mit 2.000 Euro dotierter Preis für den interkulturellen Dialog sowie zur Förderung des filmischen Nachwuchses vergeben. Schirmherr des Festivals ist Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos).