Auf Deutschlands größtem evangelischem Friedhof in Stahnsdorf bei Berlin sind wesentliche Teile der Bauinfrastruktur und bedeutende Mausoleen für rund 2,3 Millionen Euro restauriert worden. Dafür seien in den vergangenen zehn Jahren im Rahmen des Denkmalpflegeprogramms „National wertvolle Kulturdenkmäler“ Mittel des Bundeskulturbeauftragten, des Landes Brandenburg und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zur Verfügung gestellt worden, teilte die Landeskirche am Donnerstag mit.
Der Abschluss des Denkmalprogramms auf dem Südwestkirchhof werde am Freitag mit einer Veranstaltung auf dem mehr als 200 Hektar großen Landschaftsdenkmal gewürdigt, hieß es. Die 1909 eröffnete evangelische Begräbnisstätte ist nach dem kommunalen Friedhof Hamburg-Ohlsdorf der bundesweit zweitgrößte Friedhof. Der Südwestkirchhof zwischen Potsdam, Teltow und Berlin wurde 2015 von der Bundesregierung als Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt.
Zahlreiche Grabstätten Prominenter
Dort wurden inzwischen weit über 100.000 Gestorbene bestattet. Auch zahlreiche Prominente wurden auf dem Südwestkirchhof beigesetzt, darunter die Künstler Lovis Corinth und Heinrich Zille, der Verleger Gustav Langenscheidt, die Schriftstellerin und Holocaust-Überlebende Inge Deutschkron und die Schauspielerinnen und Schauspieler Manfred Krug, Jürgen Holtz, Ingrid Steeger und Peter Sattmann. Der Friedhof gehört zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz