Das Land Sachsen-Anhalt stellt für die denkmalgerechte Wiederherstellung der Domkirche St. Nikolaus und Bartholomäus in der Hansestadt Stendal 5,4 Millionen Euro zur Verfügung. Das teilte Kulturminister Reiner Robra (CDU) am Freitag mit. Die Gelder stammen aus dem Infrastruktursondervermögen der Bundesregierung und wurden vom Landtag Ende 2025 beschlossen. Denkmäler wie der Stendaler Dom seien weit mehr als historische Bauwerke, betonte Robra: Sie „stiften Identität, schaffen Heimat und verbinden Generationen“.
Seit 2023 saniert die evangelische Stadtgemeinde Stendal den Dom St. Nikolaus als eines der bedeutenden Baudenkmäler der Altmark. Der Erhalt solcher Denkmäler sei vor allem dem großen ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen vor Ort zu verdanken, die sich mit Leidenschaft und Ausdauer darum kümmerten, betonte Robra: „Dieses Engagement verdient Anerkennung und verlässliche Unterstützung durch das Land.“
Route der Backsteingotik
Als Teil der Europäischen Route der Backsteingotik ist der Dom St. Nikolaus auch überregional bedeutsam, unter anderem wegen seiner 18 Fenster mit mittelalterlichen Glasmalereien. Deshalb hatte das Land bereits im Vorjahr die Sanierung des Nordquerhauses mit 337.000 Euro unterstützt.
Dabei hätten archäologische Ausgrabungen Reste eines Vorgängerbaus ans Licht gebracht und somit neue Perspektiven auf die Geschichte Stendals und der Altmark als regionales Zentrum eröffnet, hieß es vom Kulturministerium. Insgesamt habe das Land zum Erhalt der Kulturdenkmäler 2025 etwa 10,3 Millionen Euro im Bereich von Denkmalschutz und Denkmalpflege investiert.