Neuer Propst will Kooperation stärken
Berlin (epd).

Der neue Propst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Johannes Krug, will Kooperation und Effizienz in der Landeskirche stärken. Wichtig sei „in allen Leitungsgremien eine Kultur, guten Ideen eine Chance zu geben“, sagte der promovierte Theologe der evangelischen Wochenzeitung „die Kirche“ (Ausgabe vom 20. September). Dies müsse durch eine Haltung der Freude am Teamspiel flankiert werden.

Der 56-jährige bisherige Superintendent des Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf ist seit Anfang September Propst und damit theologischer Leiter der evangelischen Kirchenverwaltung in Berlin. Am Freitag wird er in einem Gottesdienst in sein neues Amt eingeführt.

Im Kirchenkreis hätten Reformbemühungen zu der Einsicht geführt, es sei „an der Zeit, zu einem intelligenten Miteinander zu finden“, sagte Krug: „Überall passiert wertvolle Arbeit, aber es ist die Ausnahme, dass die eine Hand von der anderen weiß.“

Verknüpfen, was nebeneinander wirkt

Die „allernächstliegende Chance“ sei, zu verknüpfen, was nebeneinander wirke, aber zusammengehöre, sagte der Theologe: „Wir brauchen keine Welle und keine pathetischen Worte und erst recht kein weiteres Reformpapier, das wir dann wieder erfolgreich aussitzen würden.“

Notwendig seien „eine landeskirchliche Verständigung über Richtung und Rahmen“ und „die Freiheit vor Ort, innerhalb des Rahmens eigene Entscheidungen zu treffen“, sagte Krug. Was besser zusammengeht, könne nur regional entschieden werden. Dass es dabei auch „Abschiede, Frustration und Konflikte geben“ werde, liege auf der Hand.