Die Leipziger Stiftung Friedliche Revolution hat einen „Christian Führer & Friedrich Schorlemmer-Freundeskreis“ gegründet. Das gewaltlose Streiten der beiden ostdeutschen Theologen für eine friedlichere Welt, gegen die gnadenlose Zerstörung der Schöpfung und gegen die weltweite Ungerechtigkeit bleibe unvergessen, teilte die Stiftung am Dienstag in Leipzig mit. Ihr Vermächtnis sei „aktueller denn je“.
Inhaltliche Details sollen demnach bei einer Auftaktveranstaltung am Sonntag in den Cranach-Höfen in Lutherstadt Wittenberg vorgestellt werden. Dazu angekündigt werden der langjährige Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Hubert Weiger, der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der mitteldeutsche Bischof Friedrich Kramer, und „Prinzen“-Sänger Sebastian Krumbiegel.
„Sind wir noch zu retten?“
Ferner werden die Töchter von Christian Führer und Friedrich Schorlemmer, Katharina Köhler und Uta Schorlemmer, sowie der amtierende Kirchentagspräsident und Wittenberger Oberbürgermeister, Torsten Zugehör (parteilos), erwartet. Die Veranstaltung steht laut Stiftung unter dem Thema „Sind wir noch zu retten?“. Diskutiert werden soll, wie Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung angesichts der weltweiten Herausforderungen zusammengedacht werden können.
Christian Führer (1943-2014) war 28 Jahre Gemeindepfarrer an der Leipziger Nikolaikirche und einer der Gründerväter der Stiftung. Der Theologe Friedrich Schorlemmer (1944-2024) war rund 30 Jahre als Dozent und Studienleiter in Wittenberg tätig und gehörte dem Kuratorium der Stiftung an.