Fünf historische Orgeln in Sachsen-Anhalt konnten im vergangenen Jahr denkmalgerecht restauriert werden. Dafür wurden rund 150.000 Euro vom Land Sachsen-Anhalt sowie 80.000 Euro vom Bund bereitgestellt, sagte eine Sprecherin des Landesverwaltungsamtes am Montag in Halle (Saale). Mit den Fördermitteln seien insgesamt Investitionen von rund 440.000 Euro zur Sicherung des musikalischen Erbes ausgelöst worden.
„Die geförderten Orgeln spiegeln die Vielfalt der Orgellandschaft Sachsen‑Anhalts wider - von wertvollen barocken Instrumenten bis hin zu spätromantischen Orgeln bedeutender Orgelbauer“, sagte Sprecherin Denise Vopel. Historische Orgeln seien nicht nur Musikinstrumente, sondern auch „wertvolle Kulturdenkmale, die über Generationen hinweg Gemeindeleben, Identität und regionale Musiktradition prägen“.
Bedeutende Orgeln restauriert
Eine aufwendige Restaurierung erfolgte unter anderem an der 1913 eingeweihten Fleischer & Kindermann‑Orgel in der Stadtkirche Oranienbaum (Landkreis Wittenberg). Dafür wurden 39.000 Euro vom Land und 80.000 Euro vom Bund bereitgestellt.
Mit 37.500 Euro Landesförderung konnte die Sanierung der Röver-Orgel in der Marienkirche Harzgerode realisiert werden. Zudem wurde die 1703 gebaute Orgel der Kirche Muschwitz mit 22.000 unterstützt.
Auch zwei Instrumente von Orgelbauer Wilhelm Heerwagen (1826-1875) wurden 2025 saniert. Für das Instrument in Aue-Aylsdorf bei Zeitz stellte das Land 31.300 Euro und für die Orgel in der Dorfkirche Weischütz bei Freyburg (Unstrut) 19.000 Euro zur Verfügung.