Kramer: Christen in der Bundeswehr wirken positiv
Jena (epd).

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Friedrich Kramer, hat den Wert von Christinnen und Christen in der Bundeswehr unterstrichen. Sie leisteten innerhalb der Armee einen wertvollen Dienst, sagte der leitende Geistliche am Mittwochabend im Rahmen eines Podiumsgespräch an der Universität Jena. Unter dem Titel „Zur Gewalt verdammt“ hatte die Theologische Fakultät zu Vorträgen und öffentlichen Diskussionen geladen.

Nach Kramers Worten sei das Mitwirken von Christen in der Bundeswehr sinnvoll, weil sie mit ihren ethischen Prinzipien innerhalb der Armee verantwortungsbewusst und achtsam wirkten. Auch das sei ein Grund dafür, warum die Bundeswehr nicht „kriegslüsternd“ sei, sondern sich selbst das Ziel der Verteidigungsbereitschaft gesetzt habe.

Pazifismus als Grundhaltung

Friedfertigkeit und Pazifismus als Grundhaltung, sagte Landesbischof Kramer, blieben jedoch auch in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion unverzichtbar. Denn es sei Aufgabe der Gesellschaft, militärische Gewalt klar abzulehnen. Eine pazifistische Grundhaltung in der Gesellschaft sei der beste Weg, die Politik in Konflikten von militärischen Optionen abzuhalten.

Schon in ihrer im November veröffentlichten Friedensdenkschrift „Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick“ hat die EKD anerkannt, dass es politischer und staatlicher Institutionen bedürfe, die dafür Sorge tragen, dass Menschen vor unrechtmäßiger Gewalt geschützt in Freiheit und Rechtssicherheit leben können. Diesen Dienst auch in der Bundeswehr anzuerkennen und zu begleiten, sei eine Aufgabe von Kirche.