Der italienische Kirchenhistoriker Alberto Melloni erhält die LutherRose 2026 für gesellschaftliche Verantwortung und Unternehmer-Courage. Die Internationale Martin Luther Stiftung (IMLS) würdige damit seinen Einsatz für Ökumene, religiösen Dialog, Frieden und gesellschaftliche Verständigung, teilte die Stiftung am Donnerstag in Erfurt mit. Die undotierte Auszeichnung werde am 7. November im Rahmen der 19. LutherKonferenz in Rom verliehen.
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Ulrich Born, sagte, Melloni sei ein herausragender katholischer Wissenschaftler, der das reformatorische Erbe von Freiheit und Verantwortung in die Gegenwart führe. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit und seinem Engagement für internationale Forschungsnetzwerke trage er dazu bei, wissenschaftliche Freiheit und kulturelle Vielfalt über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg zu fördern.
Vortrag zur Geschichte des Cranach-Triegel-Altars
Melloni gilt als einer der profiliertesten Kirchenhistoriker Europas. International bekannt ist er insbesondere für seine Forschungen zu den Kirchenkonzilen, zum Zweiten Vatikanischen Konzil und zur Geschichte des Papsttums. Er ist Professor für Geschichte des Christentums an der Universität Modena. Zudem ist er Inhaber des Unesco-Lehrstuhls für religiösen Pluralismus und Frieden an der Universität La Sapienza in Rom.
Die Laudatio hält laut Stiftung die Rektorin der Universität Modena und Reggio Emilia, Rita Cucchiara. Auf dem Programm der Konferenz stehen zudem ein Vortrag zur Geschichte des Cranach-Triegel-Retabels aus Naumburg sowie eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Der Unternehmer als Pilger“.