Brandenburgs Dorfkirche des Monats November steht in Drewitz im Landkreis Spree-Neiße. Der Altarbereich der 1827 gebauten Kirche müsse saniert werden, teilte der Förderkreis Alte Kirchen am Donnerstag mit. Bei einer Untersuchung sei unter übermalten Kanzelflächen im Altarbereich überraschend eine Darstellung der biblischen Figur Nikodemus entdeckt worden. Im Zuge der Arbeiten sollen auch weitere Flächen freigelegt werden.
Das Gotteshaus ist den Angaben nach Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in dem kleinen Ort mit rund 450 Einwohnerinnen und Einwohnern. Im Jahr 1717 sei die ursprüngliche Kirche abgebrannt. Ein drei Jahre später errichteter Holzbau habe sich als zu klein erwiesen. Ab 1820 sei dann die heutige Kirche mit flachbogigen Fenstern, Walmdach und einem quadratischen Westturm gebaut worden, hieß es.
Immer noch Gottesdienste auf wendisch
Da sich Drewitz den Angaben zufolge auf dem slawischen Siedlungsgebiet befand, wurden dort lange Gottesdienste in sorbisch-wendischer Sprache abgehalten. Erstmals im Jahr 1867 habe es eine zusätzliche Predigt auf Deutsch gegeben. Noch heute werde in der Kirche teils auf Wendisch gepredigt.