Knapp 200 geladene Gäste werden am 31. August in Dresden zum Jahresempfang der katholischen Bistümer Dresden-Meißen, Görlitz und Magdeburg erwartet. Geplant sei ein Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft, teilte das Bistum Dresden-Meißen am Mittwoch als Mitveranstalter mit. Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Hubertus van Megen, werde ein Grußwort halten sowie zuvor einen Gottesdienst in der Dresdner Kathedrale leiten.
Teilnehmen werden neben dem Dresdner katholischen Bischof Heinrich Timmerevers der Bischof des Bistums Görlitz Wolfgang Ipolt und der Magdeburger katholische Bischof Gerhard Feige. Erwartet werden zudem unter anderem Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz und der sächsische Kultusminister Conrad Clemens (CDU).
30 Jahre Staatskirchenvertrag
Im Mittelpunkt steht die Unterzeichnung des Staatskirchenvertrags zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Heiligen Stuhl in Rom vor 30 Jahren. Der Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe in Berlin, Prälat Karl Jüsten, wird zum aktuellen Verhältnis von Staat und Kirche einen Vortrag halten.
Der Staatskirchenvertrag war am 2. Juli 1996 unterzeichnet worden. Er regelt das Verhältnis zwischen Freistaat und katholischer Kirche, darunter auch die Glaubensfreiheit, den Feiertagsschutz, den Religionsunterricht und die theologische Ausbildung an staatlichen Hochschulen.
Den Jahresempfang richten traditionell die Bischöfe der Bistümer gemeinsam aus, deren Territorien Teile des Freistaats Sachsen umfassen. In diesen drei Bistümern leben insgesamt knapp 223.000 Katholikinnen und Katholiken.