Mit einem Festgottesdienst wird am Sonntag das 25-jährige Bestehen des Christus-Pavillons im evangelischen Kloster Volkenroda gefeiert. Im Anschluss werde zu einem Empfang mit Grußworten, Begegnungen und Imbiss eingeladen, teilte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am Mittwoch in Erfurt mit. Das Bauwerk zähle zu den bemerkenswertesten Kirchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Klosterpfarrer Philip Kampe erklärte, vor einem Vierteljahrhundert habe der Christus-Pavillon im Kloster Volkenroda seine „neue Heimat“ gefunden. Seitdem habe er sich zu einem Ort der Begegnung, des Glaubens und der Hoffnung entwickelt. Der Bau präge mit seiner besonderen Architektur das Kloster und wirke weit über Thüringen hinaus. Menschen erlebten dort Gottesdienste, Gebete, Konzerte, Momente der Stille und der Gemeinschaft. Für viele sei der Pavillon ein Ort geworden, „an dem Himmel und Erde sich berühren“.
In Einzelteilen von Hannover nach Thüringen geschafft
Der Christus-Pavillon wurde am 18. August 2001 eingeweiht. Zuvor war die rund 800 Tonne schwere und 16 Millionen Euro teure Glas-Stahl-Konstruktion Teil der Weltausstellung „Expo 2000“ in Hannover. Anschließend wurde sie in rund 2.000 Einzelteile zerlegt, nach Volkenroda transportiert und dort wieder zusammengebaut.
Der moderne Kirchenbau ergänzt die historische Klosteranlage der Zisterzienser aus dem 12. Jahrhundert und dient als Veranstaltungsort für Gottesdienste sowie Kunst- und Kulturveranstaltungen. Entworfen wurde der Pavillon von dem Hamburger Architekten Meinhard von Gerkan (1935-2022).