Größter diakonischer Träger in Thüringen entstanden
Weimar (epd).

Mit einem Gottesdienst und einem Empfang haben die Diako Thüringen aus Eisenach und die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein ihre Fusion zur Diakoniestiftung Thüringen gefeiert. Mit dem Zusammenschluss sei der mit Abstand größte diakonische Träger im Freistaat entstanden, sagte eine Sprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Samstag in Weimar. Beide Träger waren schon zuvor durch Fusionen und Übernahmen zu gemeinnützigen Unternehmen gewachsen, die von der Altenpflege über Flüchtlingsarbeit und Krankenhäuser bis hin zu Zentren für seelische Gesundheit die gesamte Bandbreite der Sozialwirtschaft abdecken.

Wie die Stiftung betonte, seien betriebsbedingte Kündigungen innerhalb der rund 6.000-köpfigen Belegschaft ausgeschlossen. Der Abbau der durch die Fusion entstandenen Doppelstrukturen in der Verwaltung solle ausschließlich über natürliche Fluktuation erfolgen. Zugleich könne der Zusammenschluss dem in der Sozialwirtschaft herrschenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Aktuell werden fast 90 Mitarbeitende und Auszubildende zur Einstellung in ganz Thüringen gesucht.

Sitz in Bad Lobenstein

Die Vorbereitungen der Fusion hatten den Angaben zufolge mehr als zwei Jahre in Anspruch genommen. Der Sitz des fusionierten Unternehmens liegt in Bad Lobenstein im Saale-Orla-Kreis. Zum Vorsitzenden der Geschäftsführung wurde Klaus Scholtissek bestimmt.

Scholtissek nannte als eine der großen Herausforderungen für die neue Struktur die künftige Finanzierung der sozialen Arbeit. Einsparungen im laufenden Geschäft könnten sich durch eine vertiefte Digitalisierung erreichen lassen.