Diskussion zu Umbauplänen der Apoldaer Martinskirche
Apolda (epd).

In Apolda wird am Mittwoch ein öffentliches Gespräch zum geplanten Umbau des Langschiffs der Martinskirche geführt. Im Mittelpunkt stehe die Umgestaltung des Kirchenschiffs zu einem soziokulturellen Zentrum, teilte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am Montag in Erfurt mit. Geplant sei, ins Innere der Kirche ein zweistöckiges Holzhaus hineinzustellen.

Der so geschaffene, auf Stelzen über dem Erdgeschoss der Kirche schwebende Raum soll für Vereinsaktivitäten und als Begegnungsräume genutzt werden. Das Vorhaben wird den Angaben zufolge mit staatlichen Fördermitteln umgesetzt und ist Teil eines Modellprojekts der EKM und der Internationalen Bauausstellung Thüringen. Die sakrale Nutzung soll weiterhin im Chorraum bestehen bleiben.

Erstmals 1119 urkundlich erwähnt

Nach dem Baustart im März 2026 war es zu Diskussionen über den denkmalpflegerischen Umgang mit dem historischen Bau und mögliche Auswirkungen auf den Denkmalstatus gekommen. An der Veranstaltung nehmen Dr. Michael Grass vom Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie sowie die Baureferentin der EKM, Elke Bergt, teil.

Die Martinskirche Apolda gehört zu den ältesten Bauwerken der Stadt und wurde erstmals 1119 urkundlich erwähnt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Kirche schrittweise ihre ursprüngliche Nutzung und diente über längere Zeit als Kunstgutlager. Der Umbau soll den historischen Bau einer neuen, öffentlichen Nutzung zuführen, ohne seine religiöse Funktion vollständig aufzugeben. Zum „Tag der Städtebauförderung“ am 9. Mai ist zudem eine weitere Information zum Baugeschehen vorgesehen.