Unbekannte haben auf einem Spielplatz der Evangelischen Schule Spandau Tackernadeln und rassistische Sticker verteilt. Wie ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch sagte, hat sich der jetzt bekannt gewordene Vorfall bereits am 30. April ereignet. Demnach wurden die Metallklammern an ein Klettergerüst getackert, sodass sich Kinder beim Spielen verletzt haben. Zuerst hatte der „Tagesspiegel“ berichtet.
Insgesamt wurden dem Polizeisprecher zufolge sieben Kinder verletzt, darunter fünf Mädchen im Alter von acht und neun Jahren. Sie mussten wegen Hautabschürfungen medizinisch versorgt werden. Die ebenfalls an den Klettergerüsten angebrachten Aufkleber trugen demnach den Schriftzug „Make Germany white again“ (Macht Deutschland wieder weiß). Die Ermittlungen laufen.
Angriff trifft „Kern des Zusammenlebens“
Die evangelische Grundschule auf dem Gelände des Berliner Johannesstifts gehört zur Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).
Der Berliner Bischof Christian Stäblein erklärte am Mittwoch, der Angriff erschüttere ihn zutiefst. „Es ist alarmierend, dass eine Schule, die Kindern Sicherheit und Schutz bieten soll, durch rassistische Parolen und manipulierte Spielgeräte, an denen Kinder sich verletzen konnten, attackiert wird“, sagte Stäblein. Dieser Angriff treffe den Kern unseres Zusammenlebens. Rassismus und Gewalt dürften keinen Raum haben.