SED-Opferbeauftragte Zupke lobt Archiv Bürgerbewegung
Leipzig (epd).

Die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, Evelyn Zupke, hat das Leipziger Archiv Bürgerbewegung gewürdigt. „Die einzigartigen Bestände des Archivs sind wie ein Gegengift gegen jede Verklärung der DDR“, erklärte Zupke am Mittwoch anlässlich eines Besuchs in Leipzig. Die Akten zeigten, „wie jedes bisschen Freiheit in der DDR und schließlich das Ende der Diktatur hart erkämpft wurden, von mutigen Menschen“.

Zupke warb dafür, das Archiv Bürgerbewegung in die institutionelle Förderung aufzunehmen, um die Bestände langfristig zu sichern. Dies sei zugleich „eine Investition in unsere Demokratie“, erklärte sie. Zupke ist seit 2021 die SED-Opferbeauftragte. Anlass ihres Besuchs war das 35-jährige Bestehen des Archivs. Zupke, die in der DDR selbst in der Opposition aktiv war, informierte sich unter anderem über die Aktenbestände zu Widerstand und Repression.

Persönliche Zeugnisse

Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig sammelt nach eigenen Angaben Selbstzeugnisse der DDR-Opposition, der Bürgerbewegung und der in den Jahren 1989 und 1990 entstandenen Initiativen und Parteien sowie Dokumente zu Zivilcourage und Repression in der DDR. Zudem gehören zum Archivbestand persönliche und institutionelle Sammlungen.