Sachsen-Anhalt: Kulturvereine wollen Freiheit der Kunst sichern
Berlin (epd).

Das Landesnetzwerk der Kulturfördervereine fordert von der künftigen Landesregierung in Sachsen-Anhalt die Bewahrung der Kunst- und Kulturfreiheit. Das aktuelle Kulturfördergesetz sei eine gute Grundlage, um die Kulturlandschaft in dem Bundesland weiterzuentwickeln, wie die Interessengemeinschaft aus 679 Organisationen am Dienstag mitteilte. Zugleich schlagen die Vereine ein neues Ehrenamtsgesetz vor, um die Rahmenbedingungen für engagierte Menschen zu verbessern.

In einem Forderungskatalog mahnt das Netzwerk die am 6. September antretenden Parteien neben einem Bekenntnis zur Kunstfreiheit dazu, die Grundwerte der Kulturförderung nicht anzutasten. Von der nächsten Landesregierung wird auch gefordert, „sich für die Aufnahme von Kunst und Kultur als Staatsziel in das Grundgesetz einzusetzen“. Zudem solle die kulturelle Förderung des ländlichen Raums unterstützt und gestärkt werden.

AfD laut Netzwerk Gefahr für Kulturlandschaft

Das Landesnetzwerk hatte zuvor laut eigenen Angaben Fragenkataloge, sogenannte Wahlprüfsteine, an die antretenden Parteien geschickt. Die Antworten hätten gezeigt, dass die kulturpolitischen Ziele des Netzwerks mit fast allen von ihnen kompatibel sein könnten. „Die Ausnahme bildet die AfD, die mit ihrem nationalistisch-rückwärtsgewandten Ansatz dem Kulturland Sachsen-Anhalt mit seinem beeindruckenden kulturellen Erbe, mit seiner aktiven, innovativen Kulturszene und vielfältigen Förderlandschaft nachhaltig schaden könnte“, teilten die Vereine mit.