Die Seenotrettungsorganisation Mission Lifeline International will ein neues Schiff an den Start bringen. Die Lifeline Sar soll im Spätherbst ihre Arbeit im Mittelmeer aufnehmen, wie die Organisation am Freitag in Dresden mitteilte. Derzeit werde noch an den technischen Voraussetzungen für den Einsatz gearbeitet.
Die Lifeline Sar ist den Angaben zufolge das nunmehr fünfte, mit Hilfe von Spenden finanzierte Rettungsschiff seit Gründung der Organisation 2016. Die früheren Schiffe seien entweder beschlagnahmt worden oder nicht mehr einsatzbereit, hieß es.
Hilfe für Menschen in Not
Der Vorstandsvorsitzende des Vereins Mission Lifeline, Nolte Bauer, erklärte: „Menschen in Not muss geholfen werden. Punkt.“ Es sei dabei „ganz gleich, wo und unter welchen Umständen sie in Not geraten sind“.
Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind seit 2014 rund 35.000 Menschen auf der Überfahrt von der nordafrikanischen Küste nach Europa gestorben oder werden bis heute vermisst. Im vergangenen Jahr kamen laut Organisation mindestens 2.185 Menschen im Mittelmeer ums Leben oder gelten als vermisst.
Mission Lifeline International ist eine Dresdner Hilfsorganisation. Sie setzt sich nach eigenen Angaben für Menschen ein, die von humanitären Krisen betroffen sind und aus ihrer Heimat fliehen müssen. Seit ihrer Gründung 2016 ist die Organisation in der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer aktiv.