Leipzig feiert friedliche Revolution vor 37 Jahren
Leipzig (epd).

Die Stadt Leipzig begeht am 9. Oktober den 37. Jahrestag der friedlichen Revolution in der DDR. Die traditionelle „Rede zur Demokratie“ wird in diesem Jahr die Politikwissenschaftlerin und Expertin für internationale Beziehungen und US-Politik Cathryn Clüver Ashbrook halten, wie die Stadtverwaltung am Donnerstag in Leipzig mitteilte. Zuvor findet in der Nikolaikirche ein Friedensgebet statt. Predigen wird Superintendent Joachim Jeska aus Osnabrück.

Für den Abend ist das „Lichtfest Leipzig“ geplant. Es präsentiert den Angaben zufolge entlang der historischen Demonstrationsroute von 1989 auf dem Innenstadtring künstlerische Installationen und Lichtprojekte. Ein Kerzenpodest in Form der Zahl 89 lade an der Thomaskirche zu einem stillen Moment des Gedenkens ein, aber auch zum persönlichen Austausch.

Respektvolles Miteinander

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) erklärte: „Das Engagement für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander ist eine Aufgabe, die niemals wirklich endet und Basis unserer Demokratie ist.“ Der Gedenktag am 9. Oktober ermutige zum friedlichen Austausch.

Während der friedlichen Revolution gingen in ostdeutschen Städten im Anschluss an Friedensgebete Tausende Menschen für Meinungsfreiheit und demokratische Wahlen auf die Straße. Am 9. Oktober 1989 demonstrierten in Leipzig mehr als 70.000 Menschen. Der Massenprotest gilt als entscheidende Wegmarke der Herbstrevolution in der DDR. Wenige Wochen später fiel die Berliner Mauer. In Leipzig soll bis 2029 auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz ein Freiheits- und Einheitsdenkmal entstehen.