Jüdische Gemeinde Dresden feiert Rückkehr in Synagoge
Dresden (epd).

Die Jüdische Gemeinde zu Dresden hat am Montag nach mehrjährigen Bauarbeiten die Rückkehr in ihre Synagoge und das Gemeindezentrum gefeiert. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) bezeichnete die Wiedereröffnung der Synagoge als einen Höhepunkt des jüdischen Lebens in Sachsen: „Jüdisches Leben gehört zu Sachsen und muss bei uns frei, sichtbar und vor allem sicher gelebt werden können“, sagte Clemens.

Ekaterina Kulakova, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden, dankte dem Freistaat für die Unterstützung. Im Mittelpunkt der seit Januar 2023 durchgeführten Baumaßnahmen stand den Angaben zufolge „die Verbesserung der baulich-technischen Sicherheit“ auf Grundlage der Empfehlungen des Landeskriminalamtes. Kulakova erklärte, der Antisemitismus habe in letzter Zeit im Alltag wie auf politischer Ebene rasant zugenommen: „Viele machen sich mit Blick auf die politische Entwicklung Sorgen“, sagte sie.

Fast zehn Millionen Euro für Sicherheit

Der Freistaat Sachsen unterstützt die Jüdischen Gemeinden nach eigenen Angaben bei der Sicherung ihrer Einrichtungen mit 9,9 Millionen Euro aus dem Haushalt des Kultusministeriums. Mit der Rückkehr in die Synagoge und das Gemeindezentrum erinnerte der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Sachsen auch an seine staatliche Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts vor 100 Jahren.