Wahl zum Vogel des Jahres 2027 gestartet
Schwerin (epd).

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der bayerische Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) haben die Wahl zum Vogel des Jahres 2027 gestartet. Zur Abstimmung stehen Kolkrabe, Kranich, Mehlschwalbe, Trauerschnäpper und Wasseramsel, wie der Nabu Mecklenburg-Vorpommern am Montag in Schwerin mitteilte. Die digitale Stimmabgabe ist bis zum 15. Oktober um 11 Uhr möglich. Der Sieger wird Nachfolger des Rebhuhns.

Jeder der Kandidaten bringe ein wichtiges Naturschutzthema mit, sagte Nabu-Pressesprecherin Manuela Heberer. Während Mehlschwalbe und Trauerschnäpper unter Insektenschwund litten, veränderten sich durch den Klimawandel die zeitlichen Abläufe bei der Brutplatzsuche. Beide Arten gelten laut Roter Liste als gefährdet.

Auszeichnung seit 1971

Der Kolkrabe habe trotz seiner Intelligenz ein schlechtes Image und werde durch Abschüsse und Vergiftungen bedroht, hieß es. Der Kranich brauche Feuchtgebiete zur Rast und Brut. Im Frühjahr fasziniere er durch eleganten Balztänze. Auch sein Zug in großen Keilformationen im Herbst sei ein Naturschauspiel, das Menschen begeistere.

Die Wasseramsel ist der einzige einheimische Singvogel, der tauchen, schwimmen und sogar unter Wasser laufen kann, erklärt der Nabu. Sie brütet vor allem in Mittel- bis Süddeutschland und ist in Mecklenburg-Vorpommern eher ein seltener Gast.

Die Auszeichnung wird nach Angaben des Nabu seit 1971 vergeben. Seit 2021 werde der Vogel des Jahres durch eine öffentliche Wahl bestimmt.