Nach dem globalen Hitzerekord im August fordert Greenpeace eine konsequentere Klimapolitik der Bundesregierung. Die Kohlendioxid-Emissionen müssten „runter, so deutlich und schnell wie möglich“, erklärte Greenpeace-Klimaexpertin Mira Jäger laut Mitteilung aus Hamburg. Öl, Kohle und Gas müssten so schnell wie möglich ersetzt werden. Der vergangene August war laut dem EU-Klimadienst Copernicus der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, und er führt ganz knapp vor dem Juli 2023 auch die Liste der heißesten Monate überhaupt an.
Allein in Deutschland seien seit Juni knapp 16.000 Menschen durch die extreme Hitze gestorben, sagte Jäger. Hitzeschäden hätten das Land mindestens 36 Milliarden Euro gekostet. „Die Antwort auf diese schockierenden Zahlen darf kein Weiter-so sein“, erklärte die Klimaexpertin.
0,85 Grad über dem Schnitt der Jahre 1991 bis 2020
Die durchschnittliche globale Oberflächentemperatur lag laut Copernicus im August bei 16,96 Grad Celsius und damit 0,85 Grad über dem Schnitt der Jahre 1991 bis 2020. Damit sei es 0,01 Grad wärmer gewesen als im Juli 2023, dem bisher heißesten Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, teilte Copernicus am Donnerstag in Bonn mit.