Umweltministerium SH legt Bericht zur biologischen Vielfalt 2025 vor
Kiel (epd).

Die Artenvielfalt in Schleswig-Holstein ist im Jahr 2025 weiter zurückgegangen. Gezielte Schutzmaßnahmen könnten bedrohte Tierpopulationen aber immer noch stabilisieren, teilte das Umweltschutzministerium Schleswig-Holstein am Montag mit. Das seien die zentralen Ergebnisse des Jahresberichts zur biologischen Vielfalt in Schleswig-Holstein 2025.

„Artenschutz wirkt - das zeigt dieser Jahresbericht zur biologischen Vielfalt mit vielen Beispielen, und das macht Mut. Doch das reicht nicht, um den Verlust der Artenvielfalt in Schleswig-Holstein aufzuhalten“, erklärte Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne). Zu den Erfolgen aus dem Jahr 2025 gehörten die Stabilisierung der Bestände zweier Vogelarten: des Seeadlers und des Weißstorchs. Beide hätten von gezielten Schutzmaßnahmen profitiert.

Die großen Hebel

Gleichzeitig unterstreiche der Bericht die Notwendigkeit weiterer Schutzmaßnahmen. „Um den Verlust der Artenvielfalt in Schleswig-Holstein insgesamt aufzuhalten, müssen wir an den großen Hebeln anpacken: Wir brauchen eine weniger intensive Landwirtschaft, weniger Flächenversiegelung und mehr Klimaschutz“, befand Goldschmidt.

So unterstreiche der Bericht die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen für die vom Aussterben bedrohte Lachseeschwalbe. Diese Art habe in Schleswig-Holstein ihr einziges mitteleuropäisches Brutvorkommen. Außerdem könnten Arten wie Rebhuhn, Blaukehlchen und Grauammer durch die Entstehung von natürlichen Rückzugsräumen geschützt werden.