Hafengeburtstag: Naturschützer werfen Stadt Größenwahnsinn vor
Hamburg (epd).

Der Naturschutzbund (Nabu) Hamburg kritisiert die Hafengeburtstags-Veranstaltungen und wirft der Stadt Größenwahnsinn vor. In Zeiten der Energiekrise hätte Hamburg zumindest auf das Schlepper-Ballett symbolisch verzichten müssen, erklärte Malte Siegert, Vorsitzender des Nabu Hamburg, laut Mitteilung von Donnerstag. Die Naturschützer kritisieren zudem, dass beim Hafengeburtstag während der Vogelbrutzeit ein Feuerwerk gezündet wird - und das, obwohl es in diesem Jahr erstmals auch eine Drohnenshow gebe. Der Hafengeburtstag findet von Freitag bis Sonntag statt, das Feuerwerk ist für Sonnabend geplant.

Siegert erklärte, „in einer Zeit der größten globalen Energiekrise“ sei ein „ungebremstes 'weiter so' von Großveranstaltungen ohne jede Anpassung an den Status quo komplett realitätsfern“. Ein Verzicht auf das Schlepperballett „wäre nicht nur weitsichtig, sondern würde auch ein prominentes Schaufenster für umweltfreundliche maritime Innovationen öffnen“.

Stress für Vögel und andere Wildtiere

Der Nabu Hamburg fordert nach eigenen Angaben seit vielen Jahren, dass Feuerwerke bei Großveranstaltungen durch Lichter- oder Drohnenshows ersetzt werden. Feuerwerke seien, besonders zur Brutzeit, ein erheblicher Stressfaktor für Vögel und andere Wildtiere.