Für den Bau eines Zwischenlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle am Kernkraftwerk (KKW) Krümmel hat Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) am Freitag symbolisch die Genehmigung überreicht. In dem Lager auf dem Kraftwerksgelände in Geesthacht bei Hamburg sollen Abfälle aus dem Abbau des KKW Krümmel eingelagert werden, bis sie zum Endlager „Schacht Konrad“ im niedersächsischen Salzgitter abtransportiert werden können, teilte das schleswig-holsteinische Umweltministerium am Freitag in Kiel mit. Mit der Genehmigung für das Zwischenlager seien neben der Stilllegungs- und Abbaugenehmigung aus 2024 alle erforderlichen Genehmigungen für den Atomausstieg in Krümmel erteilt.
Das Kernkraftwerk Krümmel ist seit 2009 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. In dem neuen Zwischenlager sollen laut Umweltministerium während des Rückbaus rund 8.000 Tonnen radioaktiver Abfälle aus dem KKW Krümmel eingelagert werden. Die Kraftwerksbetreiberin peile den Abschluss des Abbaus für das Jahr 2037 an, informierte das Umweltministerium. Das Endlager „Schacht Konrad“ in Salzgitter soll laut Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in den 2030er Jahren in Betrieb gehen.